In Bewegung – Langzeitbelichtung in der Streetphotographie

Im Jahr 2014 hab ich eines frühen dunklen Morgens festgestellt, dass Menschen zu Fuß ganz schnell unterwegs sind. Das erzeugte sofort die Assoziation zum Kaninchen mit der Uhr im Film Alice im Wunderland. “Ich hab keine Zeit, keine Zeit! Ich muss weiter, ich habe keine Zeit.”, sagt es immer zu aus Angst, zu spät anzukommen. Meine Kamera hatte eine Belichtungszeit von 1/20 Sekunden und ich erkannte, dass Menschen dann schon als Geister verschwimmen.

Die Streetphotographie offenbart sehr interessante Muster, wenn man mit der Langzeitbelichtung photographiert. Aus der Entfernung fließen die Menschenmassen nur so um die Ecken. Mittendrin umspülen sie die Kamera wie Wasser einen Stein am Strand. Zumindest erscheinen viele Menschen als Geister und das sind schon interessante Muster, die sich dann zeigen. Letztes Jahr am Ende des Sommers hab ich die Lust gehabt, nochmal zu probieren, die Kamera mehrere Sekunden belichten zu lassen. Viele der hier gezeigten Bilder sind mit einer Belichtungszeit zwischen einer und vier Sekunden entstanden. Der Film ist ein Kodak Ektar bei ISO 100 und die farbliche Wirkung trifft mein schwarzweiß Herz schon schwer. Die Ergebnisse sieht man hier:



4 Comments

  1. Jo

    Gut! Echt gut. Hut ab.
    Hab hier noch 2 Ekta im Kühli,
    die harren u. frieren der Entwicklung entgegen.
    Sollte ich mal angehn, demnäxt.

    Gruß aus dem südwestfälischen Regenwald…

    Jo

    Reply
    1. Schönen guten Morgen,

      danke für den Kommentar und schicke in den südwestfälischen Regenwald Grüße zurück.

      Von alles Farbfilmen ist mir der Kodak Ektar am liebsten und man kann toll Dinge mit dem Film machen.

      Viele Grüße,
      Jan

      Reply
    1. Moin moin Jens,

      danke für Dein Feedback. Es zeigt sich, dass der Ektar mein Farbfilm wird, den ich gerne nutzen würde. Es gibt noch alternativen, aber ja, den nutze ich gerne.

      Viele Grüße,
      Jan

      Reply

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