2018 und 2019, was war und was wird

Zwei Wochen ist das Jahr nun alt. Es ist das neue Jahr, in dem es immer schöner, schneller und bunter, ja generell immer besser sein soll als das vorherige Jahr es war. Das ist ja der Grund warum wir uns doch über unsere Vorsätze Gedanken machen wollen. Ich nutze gerne die Zeit zwischen den Weihnachtstagen und Silvester, um zu sondieren, was ich möchte. Einiges ist nicht diskutabel, aber über die Photographie hab ich schon nachgedacht. Es bleibt nicht aus zu gucken, wie mein Hobby sich entwickelte und was ich in diesem Jahr möchte. Und nun wird es Zeit, ein Resümee zu ziehen und nach vorne zu schauen.

Ich hab eigentlich vorgehabt, jeden Monat in mich zu gehen und zu reflektieren, was ich machte und wie es lief. Die Ergebnisse wollte ich auf dieser Seite präsentieren und wie es immer so ist, nimmt alles einen anderen Lauf. Es zeigte sich, dass ich wie ein hyperaktives Eichhörnchen photographierte. Es war am Ende nicht mehr vorzeigbar und zu unstrukturiert. Ich hab mich entschieden, nur noch analog zu photographieren, weil ich besonnen Bilder machen möchte. Was ich aber bemerkte war, dass ich gerne in einem Monat mal acht Filme belichtete und dabei war ich nicht einmal im Urlaub. Für mein Bestreben war das eindeutig zu viel. Ich denke auch, dass die Bilder in der Masse gar nicht so gut waren, wie ich es eigentlich wollte.

Und das werde ich dieses Jahr ändern.

Technisch hat sich einiges getan dieses Jahr. Seit August besitze ich eine Pentacon Six TL mit den drei Objektiven, 50mm F4, 80mm F2.8 und 210mm F2.8. Damit bin ich nun in die Mittelformatklasse eingestiegen und bin total begeistert. Das Format 6×6 fordert mich heraus, es ist quadratisch und somit ungewohnt. Nachdem ich sie zugeschickt bekam musste die Kamera leider schon in die Wartung. Der Verschluss musste geschmiert werden, aber nun freue ich mich schon auf das erste Projekt. Das Modell und ich müssen nur noch zusammen Zeit haben.

Und damit kommen wir auch zum nächsten Punkt meiner Photoreise im Jahr 2019. Ich möchte Portraitphotos machen und lernen, Menschen abzubilden. Dabei hab ich das Bestreben, die Bilder nicht so wirken zu lassen, als wären sie gestellt sondern als hätte ich das Modell spontan photographiert. Nun, bei der ersten Idee wird das schon wieder schwierig umzusetzen.
Und das ist ein gutes Beispiel für mein Gefühl über mein Hobby, meine Kunst. Ich bin gerade etwas orientierungslos und habe doch konkrete Ideen, was ich machen möchte.

Nebst der Menschen, die ich portraitieren möchte, hab ich vor, die Bewegungen der Stadt Berlin festzuhalten. Dabei nutze ich die langen Belichtungen in der Streetphotographie und dabei kommen echt spannende Ergebnisse heraus. Ob ich das weiter führen werde, wenn ich nicht mehr in Berlin wohnen sollte, weiß ich nicht. Aber nun bin ich noch lange genug da, um die Idee umzusetzen.

Die Streetphotographie ist immer noch meine favorisierte Art zu photographieren. Ich liebe es, das Leben festzuhalten. Vielleicht ergibt sich ja eine Sammlung für später.

Durch die neue Kamera musste nun ein neuer Scanner her. Ich tauschte meinen Epson Perfection V370 Photo in einen Perfection V800 Photo getauscht, der auch Mittelformat und kleine Großformate scannen kann. Seine Stärken hab ich noch nicht wirklich ausgereizt aber ich merke schon, dass die Ergebnisse besser sind, nur noch nicht so top wie es mir wünschte. Mit der neuen Kamera hab ich mich auch entschieden, dass ich meine gesammelten Kameras verkaufen werde. Ich behalte die Exa Kameras und die Nikon im Kleinbildbereich.
Mit der neuen Phototechnik muss ich erst mal umgehen. Es zeigt sich, dass die Kamera, mit der ich am besten zurecht komme immer noch die Nikon D610 ist. Die mag ich auch ganz gerne aber sie ist nicht analog.
Gerade befinde ich mich in einem Stadium, wie in den zwei Jahren nach der Wiederaufnahme meines Hobbies. Das ist spannend und frustrierend zugleich. Da sind viele Stellschrauben gedreht worden und ich werde nun damit umgehen müssen, mich zu entwickeln.

Ich habe zudem gemerkt, dass Farben mich stressen. Ich habe noch keine Auswertung meiner Aufzeichungen gemacht, aber ich habe wohl so viele Farbfilme belichtet, wie ich Schwarzweißfilme belichtete. Die Runde durch die Farbwelt hat mich von meinem eigentlichen Pfad angebracht. Ich fühle mich verlaufen.

Ich mache mir auch ständig Gedanken, wie ich meine Ergebnisse, die Bilder und Gedanken dazu präsentiere. Ich möchte mich nicht mehr auf das Internet versteifen. Ich glaube, ich werde hier noch eine Galerie hinzufügen, aber da bin ich mir noch nicht sicher. Meine Bilder präsentiere ich noch bei Instagram, wofür ich meinen Account erneuert habe und von vorne beginne. Da ich letztes Jahr eine Bilderstrecke in einer Kaffeerösterei ausstellen durfte möchte ich das dieses Jahr auch gerne wiederholen. Die Resonanz war wunderbar und macht Mut.
Vielleicht kontaktiere ich das ein oder andere Magazin und versuche da mal zu publizieren. Meine Fühler hab ich dahingehend ausgestreckt.

Dazu passt auch, dass ich den Künstler Jörg Buttler treffen durfte. Er besitzt eine Galerie in Wilhelmshaven und ich hab mir die seine Ausstellung zum Thema #MeToo angesehen. Die sehr kontroverse Sichtweise zu dem Thema hat mir sehr gefallen. Wir haben uns lange unterhalten und entschieden zusammen zu arbeiten. Was wir dann ausgeheckt haben werde ich dann hier zeigen.

Jörg hat mich umgeworfen, ohne dass ich das merkte und ich bin mir sicher, dass andere es auch nicht merkten. Die Unterhaltung war fruchtbar, der ganze Nachmittag war fruchtbar und so langsam beginne ich zu erkennen, wie es sich auswirkt.

Es zeigt sich das Bestreben, dass ich meine Bilder nicht mehr im Internet zeigen will. Ich will, dass man die Bilder fühlen kann und nicht mehr nach eineinhalb Sekunden einfach weg wischt. Der Kampf um Likes, das Betteln um Abonnenten bei Youtube und all das ist mir zuwider. Da mach ich nicht mit, da gehe ich nun meinen eigen Weg.

Vielleicht werde ich auch anfangen, ein Buch zu erstellen. Themen hab ich und da gibt es noch ein 365 Tage, jeden Tag ein Bild, Projekt von 2014, dass ich schon ewig als Buch drucken lassen wollte.
Es wird langsam Zeit.

Und da sind noch meine Polaroid Kameras …

… orientierungslos mit festem Ziel.

Also nehme ich meinen Anlauf vom Jahr 2018 und laufe im Jahr 2019 weit weit weit.

Und nun folgen einige meiner Arbeiten von 2018.


- Photowalk with @soulofstreet.de in #Berlin -

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