Zu Weihnachten bei der Familie fiel sie mir in die Hände. Es ist ein Schmuckstück der deutschen Mechanik, die Exa IIa Typ 2, hergestellt im Jahr 1964 in Dresden. Made in DDR.


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Der Weihnachtstag war für mich dann gelaufen und ich war nicht mehr ansprechbar. Völlig versunken versuchte ich herauszufinden, wie man diese Kamera bedient.

Als erstes fällt sofort auf, dass die Kamera keine Batterie benötigt. Somit ist auch klar, dass ein Belichtungsmesser in der Kamera nicht verbaut sein wird (ich selber kenne zumindest keine batterielose Kamera mit Belichtungsmesser).

Die Kamera besitzt ein Prisma und einen Spiegel und reiht sich dann somit in meine Sammlung der Spiegelreflexkameras ein. In ihr wird ein 35mm Kleinbildfilm gespannt, den man heute ja noch gut bekommen kann. Mit der Kamera bekam ich dann zu Weihnachten auch gleich einen ISO 200 Farbfilm hinzu. Wie alt der Film sei konnte mir keiner sagen, aber ich würde vermuten, dass er eine Dekade mindestens alt ist.


ExaIIa-Collage

Die möglichen Belichtungszeiten sind Bulk, 2 Sekunden und dann viertel, achtel, fünfzehntel, dreißigstel, sechzigstel, hunderfünfundzwanzigstel und zweihunderfünfzigstel Sekunde. Wenn man die Belichtung auf Bulk oder 2 Sekunden einstellt, dann hört man, die Feder gespannt wird. Das ist einfach … hach, genial!

Ein weiteres Merkmal des Typ 2 ist der Regler zum Feststellen des Auslösers. Der Auslöser selber befindet sich links oberhalb des Objektivs. Die ISO Zahl kann man rechts beim Spannhebel einstellen und dient der Erinnerung. Ein Zähler der noch verfügbaren Bilder ist auch in den Spannhebel eingebaut.

Ein Drehrad an der Unterseite der Kamera stellt die Rückwand fest und sorgt dafür, dass der Film schön geschützt bleibt.

Das Objektiv ist ein 35mm von Zeiss, ein Flektogon mit 1:2.8 als maximale Lichtstärke. Ich habe mit der Kamera gelernt, dass ich selber mit einer 35mm Linse besser zurecht komme als mit einer 24mm. Beide haben ihren weitwinkligen Reiz aber die 35mm gefällt mir besser.

Und zu guter letzt noch ein paar Bilder vom Testfilm. Die Motive sind nicht so wirklich die interessantesten. Aber ich sehe nun, dass die Kamera noch wirklich gut funktioniert. Nun fehlt mir noch ein externer Belichtungsmesser und die Touren können losgehen.


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