Der April 2018

April, April, der macht, was er will. Eigentlich bezieht es sich ja auf das Wetter.
Ich hab für mich aber auch gemerkt, dass ich mit meiner Photographie im April nicht wirklich im Einklang war.

Der April fing gut an. Ich habe meinen Urlaub mit meiner lieben Familie bei Freunden genossen und ich war auch gut erholt. Während wir in Bayern waren, hab ich mir eine neue Kamera gekauft.
In einer Facebookgruppe für Kauf und Verkauf von analogen Kameras bot jemand eine Exa 1a an. Der Preis war gut und ich schlug zu.

Also konnte ich den April zu Beginn gleich mit meinem neuen Spielzeug auf Tour gehen. Die Exa 1a hat als Belichtungen B, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125 und 1/175. Zudem hat sie eine Schachtsucher, mit einer Lupe zwar, der aber ungewohnt für mich war und das Scharfstellen erschwerte. Ich war ausgebremst. Das erste Mal seit ich gerne mit alten analogen Kameras photographiere, wurde ich durch meine Grenzen gehindert. Aber so ernüchternd für mich die Erfahrung war, so spannend war es auch mit der Kamera zu photographieren.

Die Exa 1a ist ein alter Bruder der Exa 2a. Letztere hat einen Prismasucher und wird von mir als Familienkamera genutzt. Sie liegt also immer mit einem Film geladen in der Wohnung für den Fall, dass ich was photographieren muss oder will. Die Exa 1a ist da ähnlich, aber sie ist eine Schachtsucherkamera. Das und die Belichtungszeiten sorgen dafür, dass man schon sehr genau wissen muss, was man will und tut. Aber das trainiert. Ich habe dann doch gerne mit Ihr photographiert. Ich habe auch beschlossen, sie in den Sommerurlaub als Kamera mitzunehmen. Ich bin mal gespannt, ob ich einige schöne Urlaubserinnerungen damit hinbekomme.

Am Ende des Monats gab es also nur einen belichteten Film aus der Exa 1a und zwei aus der Exa 2a. Die Auswahl meiner Bilder ist entsprechend gering, aber nicht so schlecht, dass ich sie nicht zeigen möchte.

Im Mai wollte ich meine Bilder in der Kaffeerösterei aufhängen. Ich hab 14 Stillleben rund um die Kaffeezubereitung gedruckt und gerahmt. Eine kleine Reihe dokumentiert mein ersten großes Rahmen und fertigmachen für das Aufhängen. Aber auch das beschäftigte mich, so dass Photographieren weniger Platz hatte. Aber ok, es gab eine Verabredung und ein Versprechen, am 2. Mai die Bilder aufzuhängen. Daran musste ich mich halten. Weitere Informationen findet man in Leidenschaften.

Die Filme der Monate April bis Juni sind alle in einer zweitägigen Aktion entwickelt worden. Gerade die SW Filme litten unter einem schwachen Fixierer.
Genau das macht für mich die analoge Photographie im “Selbermachenmodus” aus.

Meine Photographie hat sich dem April angepasst. Es ging hier und dorthin und sie hat mich mitgerissen.

Sie machte, was sie will.

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