Analog: Kono Recorder 100-200

Ich selber bin kein Spezialist in der Photographie. Alles, was ich denke zu wissen ist selbst beigebracht und ich weiß aber nicht so wirklich, ob ich dabei richtig liege.

Seit Herbst 2014 hab ich mir in den Kopf gesetzt, mehr mit meiner analogen Kamera zu photographieren. Seitdem besitze ich drei analoge Kameras und eine liegt leihweise bei mir auf der Vitrine. Ich habe auch einige Filme ausprobiert, so ziemlich alle von Ilford, viele von Kodak, einige Fuji. Dabei hab ich die Unbekannten nicht aus den Augen verloren. Heute stelle ich Euch einen Kono! Film vor.


Commuters zombies go into light.

Kono! stellt im Wesentlichen keine Filme her, die für den Einsatz in Kleinbildkameras gedacht sind. Generell werden Filme für die Filmindustrie hergestellt, die viele Meter brauchen, wenn es ein Film werden soll. Das Entwickeln eines Kinofilms auf analoger Basis ist dem Einwicklungsprocess von Kleinbildfilmen ähnlich. Somit entstand die Idee, Filme für die Kleinbildkameras zu machen. Herausgekommen sind die experimentellen Filme für schwarz/weiß und farbe.

Auf Kono! bin ich aufmerksam gemacht worden, als ein Freund mir schrieb, dass sie einen Film mit ISO6 anbieten. Den hab ich mir dann natürlich auch gekauft und mittlerweile ist auch er ausprobiert, doch dazu später mehr.

Der hier nun gezeigte Film von Kono! ist Kono! Recorder 100-200. Er ist ein schwarz weiß Negativfilm mit einer Geschwindigkeit von ISO 100 bzw. 200. Ich habe zwei meiner drei Streifen belichtet und entwickelt. Den ersten hab ich mit ISO 100 belichtet. Den zweiten hab ich um einen oder … hm … zwei Fstops gepushed; im Endeffekt hab ich ihn mit ISO 400 belichtet.

Nach der Belichtung zeigte sich, dass Kono! folgendes wirklich ernst meint:
“Pre exposed numbers and letters may show up on your images.”

Wie man gleich sieht, sind da tatsächlich einfach Nummern und Zahlen auf den Bildern drauf. Ich find es geil. Ich mag damit arbeiten und passt wunderbar zu meinen Arbeiten in der Streetphotographie.

Und dazu werde ich ihn noch mehr nutzen. Wenn man sich die Beispielbilder bei Kono! zu dem Recorder 100-200 ansieht, ist es eine sehr interessante schwarz/weiß Wirkung, kontrastreich und doch irgendwie weich. Der Film passt wunderbar zu meiner Art, digitale Bilder zu bearbeiten und ich mag ihn gerne nutzen, wenn ich unterwegs in der Stadt um das Treiben dort festzuhalten.
Ob ich Portraits mit dem Film photographieren würde, kann ich nicht sagen. Das muss ich ausprobieren, sicher bin ich mir nicht. Da ich aber sowas wie “schmelz” empfinde, wenn ich meine Bilder sehe, will ich nicht nein sagen.

Um es kurz zu machen, bevor ich Bilder Zeige, ich finde den Film Hammer. Er ist eine gute Alternative zum gepuschten Kodak TriX. Ich könnte mir den Kono! Recorder auch gut in der Konzertphotographie vorstellen, wenn man mit den vorbelichteten Zahlen und Nummern umgehen mag. Ich mag.

Beide Filme sind mit meiner Minolta XE5 belichtet und meist hatte ich mein 50mm Objektiv drauf (meine Lieblingslinse). Die ersten Bilder sind nun mit ISO 100 entstanden, an einem Tag, von morgens bis abends, und dann war der Film voll.


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Die nächsten Bilder sind mit ISO 400 belichtet und in Kodak TMAx mit 14min Entwickelt. Ich glaube, dass die Entwicklung noch gut einige Minuten hätte gebrauchen können. Ich werde ihm das nächste mal 20min geben. Ich muss gestehen, dass ich gar nicht weiß, wie ich auf die 14min gekommen bin. Schlagt mich … ich weiß es nicht. ,-/
Aber dennoch ist die Kontrastwirkung für mich der Hammer.


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Commuters zombies go into light.

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