Analoge Portraits: Umgeben von Bewegung

Portraitphotographie ist mein Projekt für dieses Jahr. Die Idee ist es, mich eingehender damit zu beschäftigen, was ich darstellen möchte, mit wem ich das Photoshooting dann durchführe und vor allem, wie ich das Model anweise. All das hab ich bisher nicht wirklich gelernt. Aber jetzt habe ich mir vorgenommen, aus der Komfortzone herauszuschreiten und mal Ideen umzusetzen.


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Mein Ziel ist es, mit einem Konzept die Shootings zu planen und zu machen. Dabei möchte ich diese Shootings dann auch analog photographieren, womit ich eine weitere Schwierigkeit hinzufüge. Die Frage, die sich einem dann stellt ist, welchen Film man dann eigentlich wählt. Ist der Film einmal eingelegt und schon teil belichtet, ist es schwierig, diese Entscheidung ohne eine weitere Kamera zu ändern.

Aber kommen wir nun zu meiner ersten Shooting Idee.

Mir fiel auf, dass Menschen in dieser Zeit sehr sehr sehr schnell unterwegs sind. Ferner ist irgendwie alle grell und bunt und laut und schnell um einen herum. Man hat keine Ruhe. Ich beobachtete bei einer Belichtung von 1/20 Sekunde am Bahnhof in Kiel, dass die Pendler fast nicht mehr auf dem Bild zu sehen waren.

Also war der Plan

  • in der Öffentlichkeit
  • unter vielen Menschen
  • mit langen Belichtungszeiten (von 1/20 Sekunde bis 4 Sekunden)
  • ein Model zu photographieren, das
  • umgeben ist von Hast, Bunt, Schnelligkeit und Unruhe.

Die Orte in Berlin, die wir uns dazu wählten, sind Berlin Ostkreuz, Berlin Alexanderplatz und die Mall of Berlin gewesen.

Die eingesetzte Kamera ist die sehr geschätzte Minolta XE-5 und der Film ist ein Lomographie Color Implosion ISO 100 Film.
Der Film ist so konzipiert, dass er surreale Farbdarstellungen haben sollte und einen Schwerpunkt bei rot hat. Damit war für mich klar, dass ich diesen Film für meine Idee nutzen werde. Ich hab leider überlesen, dass das Korn sehr ausgeprägt ist. Weiterhin wird das Korn richtig penetrant, wenn man lange belichtet. Leider sind die Belichtungen mit 1 Sekunde und mehr nicht mehr vorzeigbar. Das ist ansich sehr schade, denn die Bilder wären gut gewesen. Man erkennt schlichtweg auf Grund des Rauschens nicht mehr viel.

Die Idee, das Rot zu betonen kam mir, weil ich wusste, dass das Model mit einem roten Mantel posen wird. Ich habe bei der Betrachtung der Bilder aber auch gelernt, dass ein roter Mantel mit einem violetten Oberteil keine gute Kombination bietet. Man sollte lieber den Mantel schließen oder ausziehen (ich hätte letzteres lieber gehabt).

Als Model hat sich meine Freundin angeboten, da wir eh mal wieder Bilder zusammen machen wollten. Wir haben uns auch schon entschieden, diese Idee mit einem anderen Film noch einmal in naher Zukunft zu wiederholen.

Aber nun ist genug geschrieben. Es folgen die Bilder, die ich gerne zeigen möchte.


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