Analoge Portraits: Umgeben von Bewegung

Portraitphotographie ist mein Projekt für dieses Jahr. Die Idee ist es, mich eingehender damit zu beschäftigen, was ich darstellen möchte, mit wem ich das Photoshooting dann durchführe und vor allem, wie ich das Model anweise. All das hab ich bisher nicht wirklich gelernt. Aber jetzt habe ich mir vorgenommen, aus der Komfortzone herauszuschreiten und mal Ideen umzusetzen.


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Projekt Analog: Fazit für 2015 – und wie geht es weiter?

Am Anfang war eine Aussage von einem meiner Lieblingsphotographen Steffen Stilpirat Böttcher, der sagte: “Ich habe dann auf der Hochzeit analog photographiert. Das ist ja nicht so kompliziert, wie viele einfach denken. Es hat auch Spaß gemacht und ich habe eine Woche lang nur entwickelt und eingescant.”

Das Video mit einem Interview von dem Stilpirat mit Paul Ripke ist auf Youtube zu sehen.

Also entstaubte ich die alte Minolta XE-5 meines ehemaligen Stiefvaters, mit der ich selber mit 9-11 Jahren anfing zu lernen, wie man photographiert.


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Diese Kamera ist so alt wie ich. Das Objektiv ist ein 50mm Rokkor mit einer minimalen Blende von 1.7 gewesen, heute ist es ein 50mm mit 1.4. Die ersten Bilder meines Projekts hab ich somit mit meiner Minolta gemacht. Nach gut 10 Jahren habe ich dann einen Film eingelegt und los ging es.

Anfang 2015 wuchs meine analoge Kamerafamilie an mit einer Olympus OM-101, die drei Objektive besitzt, ein 24mm, ein 70-210mm und ein 18-70mm (glaube ich). Letzteres nutze ich nie, daher bin ich mir nicht so sicher. Für 80€ wechselte sie ihr Zuhause von einer lieben Kollegin zu mir. Meine Kollegin freute sich sehr, dass die Kamera wieder benutzt werden sollte.


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Nun bin ich mit zwei Kameras unterwegs gewesen und habe mich schon sehr gut gefühlt dabei. Meist ist das Wechseln mit den zwei Kameras und dann auch mit der digitalen Kamera sehr umständlich, weil es einfach viel ist. Aber das hat mich nicht aufhalten können, noch eine weitere Kamera aus dem Familienfundus bei mir mit aufzunehmen, die Exakta IIa.
Am zweiten Weihnachtstag bei Schwiegereltern in Spe haben wir uns am Tisch über die Photographie unterhalten. Dabei fiel dem Vater meiner Freundin ein, dass er noch eine Kamera aus den 60ern hätte. Als er zur See fuhr, hat er sie viel genutzt aber nun liegt sie gut behütet unbenutzt rum. Schwubs gab es noch einen Film von der Mutter und ich hab erst einmal Handbücher im Internet gesucht, gefunden und gelesen, wie der Film überhaupt eingelegt wird.
Diese Kamera ist voll mechanisch und hat keine Batterie, deswegen fehlt Ihr auch der Belichtungsmesser.
Der mitgeschenkte Film ist nun auch voll aber noch nicht entwickelt, so dass ich die Ergebnisse später zeigen werde.

Somit hab ich nun die folgende analoge Kamerafamilie hier bei mir.


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Aber mein Starterkit für die Photographie war dann 2014 meine Minolta und mein Kodak Film. Den Film hab ich in einem Photoladen in Hamburg gekauft. Ich wollte einen charakteristischen schwarzweiß Film.. Man gab mir den Kodak TMax 400, was aber wohl auch daran lag, dass es keinen anderen mehr in dem Laden gab.


I did it. I bought a 35mm film and I think, I will restart into analog photography in the next weekend.

Der Film ist gut und ich würde den immer wieder weiter empfehlen.

Das Schönste an der analogen Photographie ist es, den entwickelten Film in den Händen zu halten, nämlich dann, wenn er gerade frisch und noch feucht ist. Das Hochgefühl ist einfach der Hammer.


Negative

Man hat dann das Gefühl was geschafft zu haben.

Also ging ich hinaus in die weite Welt. Ich hab meine Kamera seit 2014 immer bei mir, wenn ich unterwegs bin. Seit Weihnachten 2014 waren es meist zwei bzw. teilweise alle drei. Zu Weihnachten war sie dann auch mit, als ich meine Familie besuchte. Dies ist meine Schwester am Wohnzimmerfenster. Man sieht, dass ich mich beim manuellen Belichten zu sehr auf den internen Belichtungsmesser der Kamera verließ. In dem Fall ist es die Olympus gewesen. Ein wenig später nutzte ich die Belichtungsautomatik der Kameras und das funktionierte auch ziemlich gut.


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Zu Silvester war ich nur mit der Minolta bewaffnet bei Freunden. Allerdings sind Feuerwerke und Wunderkerzen Motive, die eine manuelle Belichtung erfordern.


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Und es zeigte sich schnell, dass ich beim Entwickeln der Filme sehr rabiat war und vielleicht bin ich es auch noch. Die Negative weisen viele Kratzer auf, die aufs Wechseln in die Entwicklerdose zurück gingen. Aber manchmal bekommt man damit auch wieder ein eigentümliches Aussehen der Bilder.

Der Entwickler war zu Anfang des Jahres Rodinal mit Adofix als Fixierer. Auch wenn der Stilpirat damals im Video sagte, dass Farbfilme einfacher zu entwickeln seien als Schwarzweißfilme, hab ich mit analoger s/w Photographie angefangen. Es bestätigten mir einige Geschäfte auch, dass Farbfilmentwicklung einfacher seien. Dafür das Abziehen auf Photopapier ist mit s/w einfacher als bei Farbnegativen.

Das Abziehen ist aber für mich die Digitalisierung. Somit hab ich mir einen Scanner gekauft und lange Zeit experimentiert, bis ich für mich eine Einstellung gefunden habe, mit der ich die Negative einscannen kann, so dass ich am Ende zufrieden bin.

Ich bin viel in meiner vorherigen Heimatstadt umhergelaufen, um einige Motive für die Filme zu bekommen. Da ich für mich im Jahr 2014 entdeckte, dass ich Street und Cityphotographie (schreckliches Wort) gerne mache.
Somit ergaben sich folgende Bilder aus Kiel und Umgebung mit den s/w Bildern. Meine Filme waren dann schon Ilford Filme. Ilford ist eine klassische Firma für analoge Photographie und mittlerweile habe ich alle s/w Filme einmal durch.

Meine Empfehlungen sind der PAN F 50, ein langsamer Film mit ISO 50, für helle Tage sowie der FP4 Plus mit ISO 125. Für düstere Umgebungen mag ich den XP2 400 sehr sehr gerne. Den letzten kann man dann auch puschen. Desweiteren ist der XP2 ein Schwarzweißfilm, der als Farbfilm entwickelt wird. Deswegen bin ich auf ihn gestoßen und er hat überzeugt.


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Cycling on a bridge


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Am Ende des Frühlings wagte ich mich an die Farbfilmentwicklung und habe dann auch gleich mit einem schwierigen Film angefangen. Was heißt hier eigentlich schwierig!?

Die Schwarzweißfilmentwicklung benötigt zwei Chemikalien, den Entwickler und den Fixierer. Die Entwicklung läuft bei 20 Grad ab. Die Zeiten variieren aber von Film zu Film und auch von Entwickler zu Entwickler. Ich selber bin in der Zeit zum Entwickler Kodak XTol gewechselt und erzielte gute Ergebnisse, auch beim Puschen. Damit änderten sich meine gewohnten Entwicklungszeiten..

Die Farbfilmentwicklung ist für alle Entwickler und Filme genormt. Sie wird mit C-41 bezeichnet. Diafilm-Entwicklung ist E-6 und auch standardisiert.

Das Problem bei der Farbfilmentwicklung ist, dass die Temperatur bei 38 Grad liegt. Für mich war es gerade an kalten Tagen schwierig, diese Temperatur zu halten. Desweiteren duldet ein Schwarzweißfilm eine leichte Abweichung. Der C-41 Prozess duldet leider keine Abweichung.

Und schwierig in dem Fall des folgenden Bildes heißt, dass der Film noch mehr korrektes Arbeiten erfordert, als man für C-41 ohnehin schon fordert. Der Kodak Portra, der für Portraits geeignet sein soll, wurde von mir an meiner Freundin ausgetestet. Leider war ich da nicht 100% genau bei der Entwicklung, so dass ich die eingescanten Bilder in Lightroom retten musste.


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Naja, und Spaß muss immer bei der Photographie sein, nicht wahr?


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Dann war es Zeit für das Pfingst-Open-Air Festival, welches liebevoll auch POA genannt wird. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal Mitglied des Phototeams. Nebst meiner digitalen Kamera hab ich dann auch meine damals noch zwei analogen Kameras dabei gehabt und rannte schlussendlich mit drei Kameras in den Jackentaschen oder umhängend über das Gelände. Andernfalls half ich beim Bierstand und zapfte Bier. Ich war eigentlich dauernd beschäftigt. Aber es ging, es gab gute Photos.

Ich habe mir genau überlegt, welche Filme ich mitnehmen wollte. Es waren je zwei AGFA APX 400 (new), Ilford PAN F 50, Ilford XP+ 400 und Ilford FP4 125. Die langsamen waren für tagsüber und die schnellen Filme für die Nächte und Bühnen.
Da hab ich aber einfach mal die Rechnung ohne die Planungen der Tage gemacht und auch nicht bedacht, dass ich zwei Kameras habe und drei Tage und vier Nächte mitmachen werde. Also werde ich demnächst die Kameras umschichtig mit den Filmen beladen. Dann sollte es gehen.

Ich war dann mit den Kameras überall, in der Menge, auf den Zeltplätzen, in den Essens- und Getränkezelten und auf den Bühnen.


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Together


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Wie war das hier mit dem Spaß?
Den gibt es.


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Und im übrigen sei gesagt, dass Kater immer geduldige Modelle sind, wenn man eben einfach mal ein Bild machen will, um die Sucht nach dem Klick zu befriedigen. Es gibt aber auch Ausnahmen. .-)


Spence

Berlin ist die Stadt, die meine neue Heimat im Jahr 2015 werden sollte. Ich besuchte so viel wie es ging meine Freundin und hatte dann auch meine Kameras dabei (natürlich). Dabei muss ich sagen, dass zu Berlin Schwarzweißfilme am besten passen. Es folgen einige Bilder vom Potsdamer Platz und der Mall of Berlin sowie davor ein Eindruck der Baustelle Berlin Ostkreuz.


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Einmal das Kieler Rathaus hinter dem Teich “Kleiner Kiel” aus meiner Sammlung der Streetphotos. Dieser Film ist ein simpler Kodak 200er ISO Farbfilm gewesen, welcher auch nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört.
Ich mag da eher den Kodak Ektar und die Cinestill Filme. Deren Farbwiedergaben sind für mich die passendsten. Den Portra hab ich aber auch immer gerne in meiner Kamera.


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Im folgenden kommt mein erster Versuch, ernsthaft einen Film zu puschen. Puschen heißt hier in meinem Fall, dass ein ISO 400 Film so belichtet wird, als sei er ein ISO 1600 Film. Dabei ist es aber auch wichtig, dass man die Entwicklungszeit verlängert. Dafür gibt es Tabellen, die man auch im Internet findet. Und mit dem Ergebnis bin ich dann schon sehr zufrieden.

Pullen ist die andere Richtung. Ein Film mit hoher ISO-Rate wird belichtet, als hätte er eine geringe ISO-Rate. Die Zeit des Entwickelns verkürzt sich dann entsprechend.


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Ich hatte Besuch von zwei lieben Freunden aus Bad Mergentheim. Photographieren war an diesem Wochenende hoch im Kurs und so hab ich einmal einen s/w Film in die Olympus und einen Farbfilm in die Minolta eingelegt. Wir zottelten das ganze Wochenende bis hin zum Dienstag los und machten Bilder.


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Die folgenden zwei Bilder entstanden bei einer Tour mit meiner Freundin durch die Hamburger S und U-Bahn-Stationen. Ich wollte wieder puschen und habe dann bei dem Entwickeln irgendwas nicht richtig gemacht. Ich vermute, dass der Entwickler nicht in Ordnung oder aber die Temperatur zu kühl war.
Aber der Effekt mit der Körnung und den wenigen Details in den dunklen Flächen ist schon gut, wie ich finde.


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The Clock

Dann folgte ein Wochenende bei meiner Familie, welches zu Beginn des Oktobers traditionell mit einer Tagestour auf einem Segelboot startet. Meine Freundin kam nach und wir machten dann noch Wilhelmshaven unsicher. Diesmal hatte ich auch einen DIA-Film dabei, den Kodak CT-Precisa. Eigentlich war es ein Fehlgriff aber ich bin über die Farbintensität erstaunt. Leider hab ich den nicht selber entwickelt.

Ich wollte ihn aber entwickeln und ich werde das auch noch mal machen. DIA-Filme sind keine Negative. Wenn man für einen DIA Film den Entwicklungsprozess C-41 nutzt anstatt E-6, wird der DIA Film zum Negativ entwickelt. Da gibt es dann noch leichte Verschiebungen in den Farben und ich möchte es mal testen, wie es wird.


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Enjoy the weather on the water - together.


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Create memories of Wilhelmshaven


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Ein Abstecher nach Cork gab es dann auch noch. Dieses Jahr bin ich so viel geflogen, wie noch nie in meinem Leben. Die Ziele waren Cork, Las Vegas und wieder Cork. Bei der ersten Dienstreise nach Cork hatte ich nur meine Nikon D610 dabei. Beim zweiten Mal hab ich auch die analogen Kameras dabei gehabt, und das war eine gute Entscheidung.

Folgende Erkenntnisse nach Unterhaltungen mit anderen Photographen ergaben sich:

  • Schwarzweißfilme sind gegen die Röntgenstrahlen der Sicherheitskontrollen empfindlicher als Farbfilme.
  • Je höher der ISO-Wert der Schwarzweißfilme ist, desto empfindlicher sind die Filme.

Aber dennoch sind es schöne Bilder geworden und ich mag sie sehr. Ich habe übrigens auf der zweiten Reise nach Cork mehr Bilder mit den analogen Kameras gemacht als mit der digitalen Kamera.


Analog photo, ISO 400, pushed 1600, inside a plane in Hamburg before takeoff.


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Inside one pub in Cork


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Es folgen Bilder, die ich zum Abschied von meiner alten Heimat machte. Ich hatte meine Minolta dabei und wandelte einfach durch Kiel um das mir Wichtigste festzuhalten.
Es war ein Farbfilm, wie man sehen kann. Ein gepushter abgelaufener Schwarzweißfilm wäre da sicherlich für mein Gefühl besser gewesen.


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October's first sunrise

Das Bild der Vögel zeigt die schwarzen Streifen, die entstehen, wenn ein Film durch die Sicherheitskontrollen beschädigt wird. Man verstärkt diese Streifen in dem man den Film pushed. Aber genau das macht viel an dem Bild hier aus.


Angry birds

Es folgen Bilder aus Mitte Oktober 2015 von Berlin. Ich war zur Arbeit dort und wohnte bei meiner Freundin. Ich arbeite am Alexanderplatz und daher machte ich auch das Bild vom Fernsehturm, weil ich sowieso gerade da war. Die Schwarzweißbilder sind gepusht. Das Farbbild zeigt eine der genialsten Burgerketten, die ich selber erlebte.


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Pauli!!! Es folgte eine Einladung ins Stadion am Millerntor. Ich war also dabei, als Pauli gegen Freiburg mit 1:0 gewannen. Es war mein erstes Fußballspiel im Stadion und dann gewann die Heimmannschaft auch noch. Es war ein super Tag und den konnte ich mit meiner Kamera und zwei Filmen festhalten. Was für ein Glück. ,-)


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We win!

Und noch einmal meine neue Wahlheimat. Drei Eindrücke aus Berlin und ich sagte glaube ich schon einmal, dass schwarzweiß für Berlin wirklich passt, oder?


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Im Endeffekt hab ich einiges gelernt. Das Wichtigste ist die Entschleunigung. Wenn ich mich beeilte, weil ein Bild schnell gemacht werden musste, dann war das Bild später technisch Mist. Das Motiv war schon ok und gut, aber die Umsetzung war verdammt daneben.
Wenn ich mir erlaubte, bei der Entwicklung abgelenkt zu sein, dann ärgerte ich mich über Kratzer auf den Negativen oder vertane Entwicklungen, weil die Bilder zu dunkel oder zu hell waren oder der Kontrast oder auch die Schärfe fehlte.
Photographie braucht Zeit, beim Erstellen des Bildes und bei der Nachbearbeitung ebenso. Das gilt bei der digitalen Photographie auch.

Desweiteren lernt man ein wenig über die Filme und Bilder, wenn man sich mit der Chemie auseinander setzt. Man erkennt dabei auch wesentliche Unterschiede. Das Rauschen ist ein anderes in der analogen Welt im Gegensatz zur digitalen. In den hellen Bereichen rauscht ein analoges Bild weniger als bei dunklen Bereichen. Das digitale Rauschen ist dagegen zu gleichmäßig.

Wenn man dann noch erkennt, dass viele Photographen versuchen Filter zu erstellen, die sie nutzen können, um ein digitales Bild analog aussehen zu lassen, kommt einem die Frage, warum man dann nicht gleich analog photographiert. Ich denke mir, dass, wenn ich den analogen Eindruck für ein Bild oder Motiv haben möchte nutze ich analoge Kamera.
Aber die analogen Kameras sind auch eine Reise in die Vergangenheit. Ich selber finde das sehr interessant und sehen, dass damals mit weniger technischem Schnickschnack auch viele gute Bilder gemacht wurden. Also werde ich den Weg weiter gehen und versuchen, mit Weniger mehr gute Bilder zu machen.

Noch ein Fazit in Zahlen. Ich habe in 2015

  • ca. 30 Filme photographiert und entwickelt
  • ca. 1200 analoge Bilder (einige teils doppelt wegen Testscans)
  • im Schnitt 120€ für Entwickler und 240€ für Filme ausgegeben
  • 150€ für den Scanner und
  • 100€ für die analoge Ausrüstung, wie Entwicklerdose etc., bezahlt

Worauf ich damit hinaus will ist, dass sich der wirtschaftliche Schaden sich in Grenzen hält.

Ich bin mit meiner Reise der analogen Photographie noch nicht am Ende. Ich habe auch für dieses Jahr ein Projekt mit analoger Photographie vor, dazu aber später. Meine digitale Kamera mag ich sehr und ich werde sie auch weiterhin benutzen. Aber ihr fehlt der Charme der analogen Welt. Der analogen Welt aber fehlt die Spontanität. Am Ende ergänzen sich diese beiden Welten zur ganzen Welt meiner Photographie.

Zum neuen Jahr


Allen Lesern möchte ich ein frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe für alle, dass die Vorhaben erreicht werden können oder zumindest erfolgreich Schritte in die richtige Richtung gegangen werden können.
Bleibt alle Gesund und lasst den Stress nicht gewinnen. In der Ruhe liegt die Kraft.
Für alle hoffe ich, dass es ein schönes Jahr werden wird.

Und meine Vorbereitungen für das neue Jahr sind simpel. Zum Starten brauche ich einen Kaffee, sonst geht halt nicht wirklich viel und dann brauche ich einen Film und dann geht es los.


I'd like to say "Happy new year". I am loaded and got ready for the next years photos. ,-)

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